Silvesterfeier und Neujahrsumtrunk

Am letzten Abend des Jahres blieben die Apartmentbewohner nach dem Abendessen im großen Speisesaal im Erdgeschoss des DSK Seniorenzentrums, während weitere Senioren gemeinsam mit den Alltagsbegleitern nach und nach von den verschiedenen Wohnbereichen dazukamen.

Um 18 Uhr saßen schließlich alle Feiernden gemütlich bei Sekt, Orangensaft und Brezeln beisammen und verabschiedeten gemeinsam das alte Jahr. 

Kurz vor dem Feuerwerk nahmen einige Bewohner im Innenhof Platz, um die bunten Lichteffekte aus erster Reihe mitzuerleben. Andere zogen es hingegen vor, im Warmen zu bleiben. Die Mitarbeiterinnen hatten die Jalousien im Speisesaal hochgezogen, sodass man auch von dort eine gute Sicht hatte. 

Die Freude war groß, als der Hausmeister schließlich das Feuerwerk im Innenhof zündete. Die Senioren prosteten sich zu, es wurden viele gute Wünsche und herzliche Umarmungen ausgetauscht.

Zwei Tage später hieß es dann: „Prost Neujahr!“ 

Wer am 2. Januar ins DSK Seniorenzentrum kam, konnte die Heimleiterin Gabriele Klama und Margarete Kletzka von der sozialen Betreuung mit einem Rollwagen durch das Haus laufen sehen. Auf dem Wagen hatten sie Sekt und Orangensaft bereitgestellt. Und so zogen sie ihre Runde durch alle fünf Wohnbereiche, von oben bis unten in den Speisesaal. 

Auf jedem Wohnbereich schenkten sie Getränke aus und nutzten die Gelegenheit, um den Bewohnern auf diese Weise persönlich alles Gute zu wünschen: Frohes neues Jahr!   

Weihnachtsfeier

Es weihnachtete sehr, als Gabriele Klama, die Heimleiterin, die Anwesenden um 14:30 Uhr im Speisesaal begrüßte. Die Weihnachtsfeier des DSK Seniorenzentrums beginnt traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst, den in diesem Jahr Pfarrerin Kerstin Bartels von der nahe gelegenen evangelischen Apostelkirche gestaltete. 

Musikalisch unterstützt wurde sie dabei von der Daschner-Gruppe: Yvette Daschner an der Mandoline, Kriemhild Weber mit Sopranflöte und Peter Sienkiewicz an der Gitarre. Das beliebte Hemshöfer Trio spielt bereits seit über 18 Jahren regelmäßig alle 14 Tage und auf der Weihnachtsfeier für die Bewohner des Hauses. 

Im Anschluss an den feierlichen Weihnachtsgottesdienst wurden Kaffee, Lebkuchen, Kokosmakronen, Vanillekipferl und anderes Gebäck aus der hauseigenen Küche gereicht. Dazu gab es Glühwein und alkoholfreien Punsch. Die Tische waren mit roten Servietten, Zimtstangen, Orangenscheiben und Tannenzapfen weihnachtlich dekoriert. 

Überdies lagen schon die Texte der klassischen Weihnachtslieder zum Mitsingen aus. Denn nun hatten zwei weitere altbekannte und gern gesehene und gehörte Gäste ihren Aufritt, mit denen das musikalische Programm im Vorfeld abgesprochen worden war. So begleiteten Manfred Träger und Andreas Bastian aus Dahn zur Freude der Feiernden mit Saxophon und Gitarre Weihnachtslieder wie „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ und „Leise rieselt der Schnee“.

Danach waren junge Gäste an der Reihe: 15 Kinder vom Kindergarten der Apostelgemeinde trugen das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ mit passenden Gesten und Bewegungen vor. Nach ihrer Aufführung gingen die Kinder mit einem großen Karton von Tisch zu Tisch und verteilten ihre selbst gebastelten Geschenke, mit Glitzerkugeln dekorierte Tannenzapfen, an die Senioren. 

Daraufhin trugen zwei Bewohnerinnen des Hauses Weihnachtsgedichte vor. 

Und schon ging es weiter im Programm: Etwa 20 Kinder der Kindertagesstätte Nord sangen ebenfalls „In der Weihnachtsbäckerei“ sowie weitere Weihnachtslieder und schüttelten dabei die Glöckchen an ihren Elchkappen und Nikolausmützen im Takt der Musik. Die Feiernden freuten sich über die Darbietungen und spendeten großen Applaus. Nach ihren Auftritten konnten sich die jungen Akteure in der Ergoküche mit heißer Schokolade und Kuchen stärken.

Um 16 Uhr bedankte sich Frau Klama bei allen Beteiligten mit kleinen Geschenken und guten Wünschen. Mit dem gemeinsam gesungenen und von Herrn Träger und Herrn Bastian begleiteten Abschlusslied „Stille Nacht“ klang die besinnliche wie fröhliche Weihnachtsfeier schließlich aus. 

Weinfeste

„Köstlich!“ Der frisch gebackene Zwiebelkuchen aus der hauseigenen Küche war noch warm, als er den Bewohnern mit einem Glas neuen Weins serviert wurde.

In der letzten Septemberwoche werden im DSK Seniorenzentrum Ludwigshafen traditionell die Weinfeste gefeiert. In diesem Jahr fanden sie von Montag bis Mittwoch statt. Beim Auftakt am Montag saßen die Apartmentbewohner ab 16 Uhr bei Zwiebelkuchen und neuem Wein in fröhlicher Runde im Innenhof.

Angesichts des kühlen Winds wurde die Feier am Dienstag spontan ins Warme verlegt. So trafen sich die Senioren der Wohnbereiche II und III in den jeweiligen Speisesälen. Das Weinfest der Wohnbereiche IV und V fand am Mittwoch ebenfalls in den Speiseräumen statt.

Die Mitarbeiterinnen hatten die Tische zu diesem Anlass mit Weintrauben, Äpfeln, Kürbissen, Efeu und Servietten mit herbstlichen Motiven dekoriert. 

Frau Lambert, eine Bewohnerin des Hauses, trug amüsante Geschichten und Gedichte zum Thema Wein vor. Auch die Musikauswahl passte zum Thema. Bei Liedern wie „Griechischer Wein“, „So ein Tag, so wunderschön wie heute“, „Einmal am Rhein“ und „Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär“ kam beschwingte Stimmung auf.

Margarete Kletzka, die die Weinfeste gemeinsam mit ihrer Kollegin Lucia Kösler jedes Jahr organisiert, freut sich, dass es den Bewohnern wieder gut gefallen hat. „Vor allem der Zwiebelkuchen und der neue Wein wurden allseits gelobt.“ 

Somit waren die Weinfeste eine schöne Einstimmung auf den bevorstehenden Herbst.

Sommerfest

„Wann werden die Lose verkauft?“, fragten einige Bewohner des DSK Senioren-zentrums das Team. Da war es gerade 10 Uhr und die letzten Vorbereitungen für das Sommerfest wurden getroffen. Die Tombola sollte erst gegen 13:30 Uhr beginnen. Die Wartenden mussten sich also noch ein paar Stunden gedulden, was manchen sichtlich schwerfiel. Die Spannung war einfach zu groß.

Um 11 Uhr eröffnete die Heimleiterin Gabriele Klama das Sommerfest, indem sie die Anwesenden herzlich begrüßte. Über 100 Bewohnerinnen und Bewohner sowie einige Angehörige, Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten sich am Samstagmittag bei herrlichstem Sommerwetter im Innenhof eingefunden. Zur Freude vieler Feiernden war auch Frau Schuster mit Xano, dem Besuchshund, gekommen.

Wie in jedem Jahr begann das Fest mit einem ökumenischen Gottesdienst, den Pfarrer Stefan Bauer von der evangelischen Apostelkirche und Pfarrer Dr. Udo Stenz von der katholischen Kirche St. Dreifaltigkeit gemeinsam gestalteten. 

Im Anschluss verwöhnte das Küchenteam die Teilnehmenden mit Forelle, Schafskäse, Rinderbäckchen, Kartoffeln und verschiedenen Sommersalaten. Als Dessert wurde Kokoscreme serviert. Das Essen aus der hauseigenen Küche kam wieder sehr gut an.

Nach dem Mittagessen präsentierten Mitglieder des „Epirotischen Gemeinsamkeits-vereins Ludwigshafen“ griechische Tänze. Die Tänzerinnen und Tänzer bewegten sich um den Teich im Innenhof herum, sodass man sie und ihre festliche traditionelle Kleidung von allen Plätzen aus bewundern konnte.

Zum ersten Mal beim Sommerfest dabei war der Sänger und DJ Herr Link, der die Feiernden mit Schlagern unterhielt. Lieder wie „Rote Lippen soll man küssen“ und „La Paloma“ fanden großen Anklang.

Und dann war es endlich so weit: Um 13:30 Uhr begann der Losverkauf und schon eine halbe Stunde später wurden die 300 Preise der Tombola ausgegeben. Die Gewinner freuten sich über die schönen und praktischen Dinge, die von Kooperationspartnern und Mitarbeitern gespendet worden waren. Die Hauptgewinne waren beispielsweise ein Laptophalter mit Licht für bettlägerige Personen, ein Duftspender und ein Radio. 

Nach der Tombola begeisterte die Kindergruppe der Karnevalsgesellschaft Farweschlucker, die auch schon an Karneval zu Gast im DSK Seniorenzentrum war, die Teilnehmenden mit ihren Tänzen und bunten Kostümen.

Zum Abschluss des unterhaltsamen Nachmittags sang Herr Link noch ein paar Schlager. Dabei schlenderte er von Tisch zu Tisch, stets im Kontakt mit seinem Publikum. 

Die Senioren, Gäste und Mitarbeiter waren sehr angetan vom diesjährigen Sommerfest. So lautet das Fazit von Lucia Kösler und Margarete Kletzka: „Die Atmosphäre war schön, alles hat gut geklappt, die Bewohner sind zufrieden und wir auch!“

Grillfeste

„Hier riecht es gut!“, hörte man Anfang Juli im DSK Seniorenzentrum Ludwigshafen. Der verheißungsvolle Geruch kündigte die Vorbereitungen für die bei den Bewohnern sehr beliebten Grillfeste an.

Nachdem sich die Senioren um 16 Uhr im Innenhof eingefunden hatten, zündete Herr Reichert, der Hausmeister, die Grillkohle an und Mitarbeiter der Küche begannen damit, den großen Schwenkgrill mit Putensteaks, Schweinesteaks und Bratwürsten zu bestücken.

Neben dem Grillfleisch hatte das Küchenteam um Chefkoch Stefan Nelz ein Salatbuffet mit Nudel-, Gurken-, Tomaten-, Kartoffel- und Krautsalat vorbereitet. Dazu wurden Wasser, Säfte und alkoholfreies Bier gereicht.

Mit Lavendel und Rosmarin sowie Muscheln und Steinen auf den Tischen, Servietten mit maritimen Motiven und Windrädern waren die Tischgruppen im Innenhof wieder liebevoll dekoriert.

Neu in diesem Jahr war, dass die Grillfeste nicht mehr an fünf Nachmittagen, sondern von Montag bis Mittwoch stattfanden. Dazu wurden die Wohnbereiche zusammengefasst. So trafen sich am Montag die Apartmentbewohner und am Dienstag die Senioren der Wohnbereiche II und III bei jeweils schönstem Sonnenschein. Am Mittwoch regnete es bis 15 Uhr zunächst stark. Nach dem Aufbau um 15:30 Uhr blieb es zur Freude aller Beteiligten jedoch trocken und sonnig.

„Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter“, resümierte Lucia Kösler, eine der Leiterinnen der sozialen Betreuung, die die Grillfeste jedes Jahr gemeinsam mit ihrer Kollegin Margarete Kletzka organisiert. Unterstützt wurden sie wieder von Mitarbeitern der Pflege und Hauswirtschaft, den Alltagsbegleiterinnen und wie beschrieben von dem Team der Küche und den Hausmeistern.

Für Bewohner, die bettlägerig sind, oder aus anderen Gründen nicht im Innenhof dabei sein konnten, richteten Mitarbeiterinnen Teller mit gegrilltem Fleisch und Salat an und brachten diese auf die Wohnbereiche.

An den Grillfesten nahmen an jedem Nachmittag 30 bis 40 Personen teil, auch Angehörige feierten mit. Die Stimmung war an allen drei Tagen sehr gut, es wurde getanzt und viel gesungen. Besonders beliebt waren Schunkellieder wie „Einmal am Rhein“ und „Kleine Winzerin vom Rhein“.

Die Änderung, die Grillfeste an drei Tagen zu veranstalten, fand bei den Teilnehmenden großen Anklang. Sie berichteten von netten Begegnungen zwischen den Bewohnern verschiedener Wohnbereiche.

Auch das Essen wurde gelobt. Manche Senioren verzichteten in der Vorfreude auf das Grillen am Nachmittag auf das Mittagessen, so wie eine Dame, die erklärte: „Ich muss doch noch Platz für Bratwurst lassen!“

Erdbeercafé und 104. Geburtstag

Frische Erdbeeren, Erdbeerkuchen aus der hauseigenen Küche, Erdbeerquark und dazu alkoholfreie Erdbeerbowle – Anfang Juni stand die süße Frucht im Mittelpunkt des Geschehens.

Von Montag bis Freitag trafen sich die Bewohner jeweils eines Wohnbereichs an den Nachmittagen ab 14:30 Uhr zum Kaffeetrinken und zum Genießen der köstlichen Erdbeervariationen. Die Erdbeercafés wurden nun zum vierten Mal von den Mitarbeiterinnen der sozialen Betreuung und dem Küchenteam organisiert und erfreuten sich wieder großen Zuspruchs. Auch Familienmitglieder der Senioren nahmen teil.

In den letzten Jahren fanden die Treffen zumeist auf der begrünten Dachterrasse des DSK Seniorenzentrums statt. Von dort kann man Ludwigshafen von oben betrachten und die Blicke bis zum Pfälzer Wald und zum Odenwald schweifen lassen.

Doch in diesem Jahr war es im Juni schlichtweg zu heiß, um sich nachmittags auf der Dachterrasse aufzuhalten. So saßen die Senioren unter Sonnenschirmen am Teich im Innenhof. Passend zum Motto waren die Tische mit roten Decken und Kräutern dekoriert.
Am Freitag gab es einen besonderen Grund für das Beisammensein, denn Margarete Hildenbrand, eine Bewohnerin des DSK Seniorenzentrums, feierte ihren 104. Geburtstag.

Zu diesem Anlass sprach der Ortsbürgermeister Antonio Priolo Frau Hildenbrand herzliche Glückwünsche, auch von der Ministerpräsidentin Malu Dreyer, aus und überreichte ihr ein Geldsäckchen von der Stadt Ludwigshafen, das einen Euro für jedes Lebensalter enthielt.
Die Heimleiterin Gabriele Klama und die Pflegedienstleiterin Claudia Mayer gratulierten Frau Hildenbrand im Namen des Hauses. Sie wurde mit Blumen, Pralinen und einem Gutschein für die Cafeteria beschenkt. Die Feiernden sangen Lieder für das Geburtstagskind und Margarete Kletzka, eine der Leiterinnen der sozialen Betreuung, spielte Klavier.

Frau Hildenbrand genoss den Nachmittag in Gesellschaft der 25 Bewohner und der weiteren Gratulanten. Sie nimmt gerne an den Angeboten der sozialen Betreuung teil, besucht regelmäßig den Gottesdienst in der nahe gelegenen Kirche und war auch beim Ausflug in den Wormser Tiergarten im Mai mit von der Partie.

Schlagfertig wie sie ist, entgegnete die 104-Jährige auf die Frage, ob sie noch ein Stück von ihrer Geburtstagstorte möchte, fröhlich: „Ich lebe doch von Luft und Liebe!“

Ausflug in den Tiergarten

Um 10:20 Uhr am Dienstagvormittag hielten gleich mehrere Busse hintereinander vor dem Wormser Tiergarten. Nach und nach stiegen die Bewohner des DSK Seniorenzentrums Ludwigshafen aus, Rollatoren und Rollstühle wurden ausgeräumt und manche Senioren, die mit unterschiedlichen Bussen gekommen waren, begrüßten sich mit großem „Hallo!“. 

Insgesamt waren es etwa 40 Bewohner sowie 25 Begleitpersonen und Angehörige, die sich mit drei Rollstuhlbussen und einem Reisebus auf den Weg nach Worms begeben hatten.

Es war ein reges Treiben, das sich vor dem Eingang des Tiergartens abspielte. 

Kaum waren alle ausgestiegen und hatten sich vor dem Eingang versammelt, verteilten Frau Kletzka und Frau Kösler, die Leiterinnen der sozialen Betreuung, schon Wasser, Sonnenmilch und breitkrempige Sonnenhüte mit hübschen Schleifen an die Ausflügler. Angesichts des strahlenden Sonnenscheins war das eine gute Idee. 

Und dann ging es los, vorbei an den Flamingos, die sogleich bewundert wurden: „So eine schöne Farbe!“ Vor den Alpakas blieben die Besucher lange stehen. „Ihr seid ja strubbelig. Wie seht ihr denn aus!“, rief eine Bewohnerin entzückt. Nach ihrem Lieblingstier befragt, nannten die Senioren Kattas, Paviane und Flamingos.  

„Meine Lieblingstiere sind alle“, bekundete Herr Koob, der Vorsitzende des Heimbeirats. 

Er lebt bereits seit neun Jahren im DSK Seniorenzentrum. „Ich bin sehr zufrieden, es wird viel gemacht, viel Musik und auch viel zum Mitsingen. Der Ausflug in den Tierpark ist immer toll. Ich mache jedes Jahr mit.“ 

Die Bewohner hatten viel Freude dabei, die Tiere zu beobachten und zu füttern. 

Auch Frau Hildenbrand, die demnächst ihren 104. Geburtstag feiert, war dabei und genoss den Ausflugstag. Sie hat sich ihren Humor bewahrt und laut den Betreuerinnen „immer einen Spruch auf der Lippe“. Überhaupt wurde an diesem Vormittag viel gescherzt, die Stimmung war ausgesprochen gut und man fühlte sich wie in den Sommerferien.

Vor der neuen Bauernhof-Anlage rief eine Seniorin: „Juhu, jetzt machen wir Urlaub 

auf dem Bauernhof!“ Eine Dame hatte einen besonderen Draht zu den Hühnern. 

Die Tiere umringten sie und blieben immer in ihrer Nähe, auch als sie spaßeshalber von Eintopf sprach. Beim Herausgehen kommentierte eine andere Bewohnerin: „Die Hühner waren bei den Hühnern.“

Um 12 Uhr trafen sich alle Senioren und Begleitpersonen zum Mittagessen gegenüber 

der Cafeteria. Das Küchenteam des DSK Seniorenzentrums hatte den Ausflüglern Proviant eingepackt. So gab es Frikadellen, Wiener Würstchen, hart gekochte Eier, Brötchen, Laugengebäck, Käse, Gurken, Trauben, Aprikosen sowie Fruchtsaft, Wasser und nach dem Essen Kaffee.  

„Es ist sehr schön hier“, resümierte Frau Schneider. Eigentlich mag sie keine Zoos, aber die Gehege im Wormser Tierpark, in denen die Tiere sich zurückziehen können, wie beispielsweise die Rehe im dahinter gelegenen Wald, gefallen ihr. 

Nach einem Unfall lebt die vierfache Uroma seit zwei Monaten im DSK Seniorenzentrum. Mittlerweile geht es ihr wieder so gut, dass sie bald nach Hause zurückkehren kann. 

„Sie fühlt sich wohl bei uns“, warf eine Bewohnerin ein. „Ja, das stimmt“, bekräftigte Frau Schneider. „Alle sind sehr aufmerksam.“  

Die tierliebe Dame schilderte, wie sie früher mit dem Fahrrad in einem großen Bogen um jede Ameise herumfuhr. „Quäle nie ein Tier im Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz. So haben wir es als Kind gelernt.“

Bis zur Rückfahrt um 14 Uhr hatten die Senioren nun noch Zeit, sich weitere Tiere anzuschauen oder unter den Sonnenschirmen der Cafeteria bei einem Eis zusammenzusitzen.

Schließlich trafen alle Bewohner und Begleitpersonen wohlbehalten und pünktlich zu Kaffee und Kuchen wieder im DSK Seniorenzentrum ein. 

Frau Kletzka und Frau Kösler hatten den Ausflugstag im Vorfeld hervorragend geplant. 

Es mussten viele Dinge bedacht werden, unter anderem die Organisation und Belegung der Busse sowie das Mitbringen der Rollstühle, Rollatoren und Medikamente. Sie hatten sogar einen Zeitplan erstellt, in dem festgelegt wurde, wann die Bewohner der verschiedenen Wohnbereiche den Fahrstuhl benutzen. 

So wurde der Ausflug in den Tiergarten wieder zu einem wunderbaren Erlebnis, zu dem auch das sommerliche Wetter beitrug. „Wenn Engel reisen“, meinte eine Bewohnerin mit einem Schmunzeln.

Tanz in den Mai

Zum Tanz in den Mai begrüßten Frau Kösler und Frau Kletzka, die Leiterinnen der sozialen Betreuung, um 14:30 Uhr die Teilnehmenden im Speisesaal des DSK Seniorenzentrums Ludwigshafen. Sie stellten den Programmablauf vor und hießen die beiden Musiker Manfred Träger und Andreas Bastian herzlich willkommen.

Herr Träger und Herr Bastian begleiten bereits seit drei Jahren ehrenamtlich viele Feste des DSK Seniorenzentrums mit Akkordeon und Saxophon. Dazu reisen die engagierten Musiker extra aus dem über 80 Kilometer entfernten Dahn in der Südwestpfalz an.

Das Hauswirtschaftsteam hatte die Tische eingedeckt und passend zum Fest mit Blumen und Servietten mit Frühlingsmotiven dekoriert. Bei Kaffee, Waldmeisterbowle und Erdbeerkuchen mit Sahne aus der hauseigenen Küche saßen die Feiernden nun zusammen und erfreuten sich an der Musik von „Manni und Andreas“.

Das Programm des Nachmittags war abwechslungsreich gestaltet: Neben Liedern, mit denen der Mai begrüßt wurde, und Vorträgen über Maibräuche wurde auch getanzt und stellvertretend für jeden der fünf Wohnbereiche trug jeweils eine Bewohnerin ein Maigedicht vor.

Nach dem ersten Gedicht und Frau Köslers interessantem Vortrag über die Geschichte des Maibaums, erzählten die Bewohner, wie sie früher den Tanz in den Mai gefeiert haben. Danach sangen sie gemeinsam „Der Mai ist gekommen“ und „Alles neu macht der Mai“.

Um 15 Uhr stellte Herr Reichert, der Hausmeister, den Maibaum im Innenhof des DSK Seniorenzentrums auf. Frau Kletzka hatte einen Kranz mit buntem Krepppapier geschmückt, der nun feierlich gehisst wurde. Die langen Kreppbänder wehten fröhlich im Wind.

Nach weiteren Liedern, Gedichtvorträgen und Informationen über Maitänze stand schließlich das gemeinsame Tanzen auf dem Programm. Frau Kösler hat mit zehn tanzbegeisterten Bewohnern die Gruppe „Tanzen im Sitzen“ gegründet und in den letzten sechs Wochen mit ihnen drei Tänze für das Fest geübt.

Eine schöne Idee dabei war, dass die Alltagsbegleiterinnen den ersten Tanz, das Gymnastiklied, ebenfalls mit Senioren auf den Wohnbereichen einstudiert haben, sodass die Feiernden nun alle zusammen zur Musik tanzen konnten.

Bei der Darbietung der nächsten zwei Tänze, einem Boogie-Woogie und einem Charleston, forderten die Mitglieder der Tanzgruppe die anderen auf, sich zu trauen, einfach mitzumachen. Die Begeisterung war ansteckend und so tanzten einige Bewohner gerne mit.

Die Tänze im Sitzen kamen hervorragend an. „Es war so ein schönes Fest!“ Zu Recht waren die Tänzerinnen, die vor ihrem Auftritt Lampenfieber hatten, nun stolz darauf, den Tanz in den Mai so erfolgreich mitgestaltet zu haben.
Frau Klama, die Heimleiterin, bedankte sich abschließend bei allen, die zum Gelingen des Fests beigetragen haben, bei dem Küchenteam, dem Hausmeister, der sozialen Betreuung, den Alltagsbegleiterinnen und natürlich bei den beiden Musikern, deren Engagement mit stürmischem Applaus honoriert wurde.

Ostersonntag

Am Sonntag wurde im DSK Seniorenzentrum Ludwigshafen sowohl auf den Wohnbereichen als auch im Speisesaal Ostern gefeiert. Das Küchenteam hatte große Osterhasen aus Hefeteig gebacken und verteilte Schokoladenhasen an die Bewohnerinnen und Bewohner.

Nach dem Frühstück begab sich eine Gruppe von zwölf Kirchgängern gemeinsam mit Frau Kösler, einer der Leiterinnen der sozialen Betreuung, zur Ostermesse in die nahe gelegene Kirche St. Dreifaltigkeit.

Die Seniorinnen und Senioren gehen regelmäßig in die Kirche und nahmen auch schon letzte Woche, am Palmsonntag, am Gottesdienst teil. In der Dreifaltigkeitskirche werden sie stets sehr zuvorkommend behandelt.

So durften sich die Bewohner*innen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, wieder vor der ersten Bankreihe platzieren und sie wurden in den Gottesdienst einbezogen. Pfarrer Dr. Udo Stenz kam auch beim Abendmahl während der Ostermesse direkt zu den älteren Menschen. Für sie ist es schön, in der Kirche zur Ruhe zu kommen und auch mal im Mittelpunkt zu stehen.

Die Kirchengemeinde St. Dreifaltigkeit engagiert sich sehr für ihre Mitglieder. Es gibt ein lebendiges multikulturelles Gemeindeleben und die Gottesdienste sind gut besucht. Wenn der italienische Frauenchor auftritt, ist die Kirche bis auf den letzten Platz voll. Die Kirchgänger nehmen es sogar in Kauf, stehen zu müssen.

An Ostern kamen die evangelischen Bewohner*innen der Einfachheit halber mit in die katholische Dreifaltigkeitskirche. Das regte die älteren Menschen zu Gesprächen darüber an, wie kompliziert sich früher Beziehungen zwischen Personen katholischen und evangelischen Glaubens gestalteten, als die sogenannten „gemischten Ehen“ noch ein Problem darstellten.

Die Teilnahme am Gottesdienst ist auch immer ein Anknüpfungspunkt zum vorherigen Leben. Die Seniorinnen und Senioren freuen sich über den Kontakt zu alten Bekannten und Nachbarn. Es wird fröhlich gewunken und geplaudert. Sie merken, dass sie trotz ihres Umzugs ins Seniorenheim nicht in Vergessenheit geraten sind.

Auf dem Hin- und Rückweg werden sie von Alltagsbegleiterinnen und Mitgliedern der Kirchengemeinde unterstützt. An Ostern halfen zwei Damen der Gemeinde den älteren Menschen auf dem Weg zur Kirche und begleiteten sie im Anschluss an die Messe zurück ins Seniorenzentrum.

Zum Glück waren sie rechtzeitig zum Mittagessen wieder da, denn zur Feier des Tages hatte das Küchenteam um den Chefkoch Stefan Nelz Rinderrouladen mit Knödelscheiben und Gemüse zubereitet. Zum Nachtisch gab es wie sonntags üblich Eis und zum Nachmittagskaffee wurde Torte angeboten.

Für das Festessen am Ostermontag hatte sich das Küchenteam auch etwas Besonderes einfallen lassen: Auf dem Speiseplan stand zartes Kalbsragout in Weinbrandsoße mit Spätzle und Gemüseallerlei und als Dessert Crème brûlée.

Färben der Ostereier

Grün, hellblau, dunkelblau, gelb, lila, rot und orange – die Bewohnerinnen und Bewohner des DSK Seniorenzentrums Ludwigshafen hatten die Qual der Wahl.

Zum Färben der Eier hatten sich am Ostersamstag neun Damen und ein Herr im Veranstaltungsraum der sozialen Betreuung eingefunden. Für jede Person standen Behälter, Farbtabletten und Eier bereit. Nachdem die Entscheidung für die jeweiligen Lieblingsfarben gefällt worden war, legten die Senior*innen die gekochten Eier behutsam in die mit Farbe gefüllten Becher.

Mit Spannung warteten sie auf das Ergebnis, das schließlich alle Erwartungen erfüllte. Das Team der sozialen Betreuung hatte extra weiße Eier bestellt, so dass die verschiedenen Farbtöne kräftig herauskamen.

Während des Färbens erzählten sich die älteren Menschen, wann und wie sie früher Eier vor Ostern gefärbt haben. Sie tauschten sich über ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Färbetechniken aus, berichteten von österlichen Familientraditionen und schwelgten gemeinsam in Erinnerungen.

Dabei wurden auch Erinnerungen an lustige Begebenheiten lebendig. So schilderte eine Dame, dass sie einmal an Ostern die Eier so gut versteckt hatte, dass diese erst zwei Tage später gefunden wurden.

Anschließend verzierten die Bewohner*innen die gefärbten und getrockneten Eier mit Aufklebebildern und bewiesen viel Gefühl bei der Auswahl der farblich passenden Schmetterlinge, glitzernden Blumen, Osterhasen und Libellen.

Zusammen mit den am Mittwoch gebackenen Osterplätzchen und Heu wurden die Eier in Körbchen und auf Teller gelegt, die dann zu Ostern auf den Wohnbereichen verteilt werden.

Als die Bastelnden ihre Werke anschließend betrachteten, konnten sie zu Recht zufrieden sein. „Ich kann noch was!“, sagte eine Dame mit vor Freude strahlenden Augen. Eine andere Bewohnerin zeigte die Körbchen daraufhin stolz anderen Seniorinnen: „Schauen Sie mal, was ich gemacht habe!“